Verlegeanleitung Bleche

Es gibt zwei Arten von Profilblechen. Es wird zwischen Wellblechen und Trapezblechen unterschieden. Wellbleche werden häufig genutzt um größere Dächer einzudecken. Zudem besitzen sie, wie im Namen zu erkennen, Wellen als Profilierung. Trapezbleche hingegen haben eine stabilere Form, können mehr Last tragen und besitzen eckige Kanten. In diesem Beitrag wird erläutert wie Trapezbleche richtig verlegt werden.

 

Vorbereitung der Dachfläche

Bevor die Bleche, egal ob Trapezdachbleche oder Wellenbleche, verlegt werden muss man die Dachfläche vorbereiten. Zunächst muss eine Unterkonstruktion gebaut werden, die aus Holz oder Metall besteht. Die Dachneigung sollte mindestens 10 Grad betragen. Die Konstruktion muss vorab auf Ebenheit, Verträglichkeit mit dem Material, Rechtwinkligkeit und Genauigkeit bezüglich der Maße geprüft werden. Um die Genauigkeit zu prüfen kann man das Dach diagonal ausmessen. Die Differenz der beiden Diagonalen sollte 20mm nicht überschreiten. Unterkonstruktionen aus Holz sollten zudem auf Verdrehungen geprüft werden. Des weiteren sollte ein Kondensatschutz angebracht werden, um Kondensat weitestgehend zu verhindern. Für weitere Informationen finden Sie auf unserer Website eine Allgemeine Verlegeanleitung für Profilbleche.

 

Trapezbleche richtig verlegen

Trapezbleche kann man sowohl an Wänden als auch an Dächern verlegen. Es ist möglich die Bleche von links nach rechts oder von rechts nach links zu verlegen. Welche der beiden Verlegerichtungen genutzt wird hängt von den baulichen Gegebenheiten ab. Jedoch wird empfohlen, dass man die Trapezbleche entgegengesetzt der Windrichtung verlegt. Falls die Profile zugeschnitten werden müssen ist es wichtig Geräte zu verwenden die keine Hitze verursachen, wie zum Beispiel eine Stichsäge .

 

Dachbleche verlegen

Wenn Sie Dachbleche verlegen möchten sollte der Überstand der Profile an der Traufe einen maximalen Überstand von 200mm aufweisen. Beim First und Ortgang sollte der Überstand nicht größer als 70mm sein und falls Dachrinnen vorhanden sind sollten die Profile genügend überhängen. Unter Berücksichtigung dieser Punkte kann die Trauflinie als Verlegebezugspunkt aufgeschnürt werden. Das Blech muss so gelegt werden, dass die Ortganglinie bis zum First abgedeckt wird. Die untere Kante des Bleches sollte dann an der Schnur ausgerichtet werden. Falls das Dach nicht winklig ist, dann wird der Überhang abgeschnitten, wobei dabei die oben genannte Information beachtet werden sollte. Das Dachblech wird dann auf jeden Wellenberg mit Edelstahlschrauben fixiert. Als nächstes kann das zweite Blech angebracht werden. Die Überlappung zwischen den Bleche beträgt im Dachbereich 200mm. Die beiden Platten sollten oberhalb und unterhalb der Überlappung auf jedem Wellenberg in die Unterkonstruktion verschraubt werden. Auf der unteren Seite besitzen die Bleche Antikapillarille, die für eine Dichtigkeit in den Parallelüberlappungen sorgen. Das bedeutet, dass Wasser das eintritt in der Überlappung aufgefangen wird. Es muss beachtet werden, dass die Antikapillarille immer unter der Überlappung liegen müssen. Auch das zweite Blech muss an der Schnur ausgerichtet werden. Die Querüberlappungen müssen mit einem Dichtungsband abgedichtet werden.

 

Wandbleche verlegen

Bei Wandblechen muss nicht die Dachkonstruktion vorbereitet werden, sondern die Riegel. Der Abstand zwischen den Riegeln wird durch die geforderte Belastung bestimmt. Das Blech sollte zur Traufe sowie nach unten zur Sockellinie ca. 50mm über den Riegel herausragen. Wie bereits erwähnt sind bei Trapezblechen zwei Verlegerichtungen möglich (rechts nach links bzw. links nach rechts). Beim Verlegen von Wandblechen ist die Deckrichtung relevant, wobei ebenfalls empfohlen wird entgegen der Wetterrichtung zu verlegen. Anders als bei Dachblechen dient hier die Sockellinie als Verlegebezugspunkt. Die untere Kante des ersten Profils muss an der Schnur ausgerichtet werden. Das Blech sollte so verlegt werden, dass die komplette Ecke abgebeckt wird. Befestigt wird das Trapezblech, mithilfe von Edelstahlschrauben, im Wellental auf die Unterkonstruktion. Falls die Wand nicht winkelig ist sollte der Überhang später zugeschnitten werden. Im nächsten Schritt kann das zweite Profil angesetzt werden, wobei die Wandbleche im äußeren Wellental aufeinander gelegt werden müssen und ebenfalls anhand der Schnurr ausgerichtet werden sollten. Jedes Wellental wird an jedem Auflagepunkt mit einer Schraube aus Edelstahl befestigt. Ausführlichere Anleitungen wie Trapezbleche verlegt werden, können Sie auf unserer Website finden.